Wie organisiert man eine Kleidertauschparty?

Und was macht sie perfekt?

Super, dass ihr eine eigene Kleidertauschparty organisieren möchtet! Auch wenn es erstmal nach einem Berg Arbeit aussieht, den man da vor sich hat, lohnt es sich doch am Ende. Jetzt heißt es also: dranbleiben. Um euch bei der Organisation zu unterstützen und damit eure Kleidertauschparty auch wirklich ein voller Erfolg wird, haben wir unsere Erfahrungen zusammengetragen. Schaut einfach, was euch davon gefällt und was ihr umsetzen möchtet. Viel Spaß dabei wünscht das Kleidertausch.de-Team 🙂

must have: die Basics

Location

Welche Räumlichkeiten kann man günstig mieten oder im besten Fall kostenlos nutzen? Fragt bei Kulturhäusern, Gemeindezentren Veranstaltungsorten für Kleinkunst, Sozialunternehmen, Vereinen, Clubs, Cafés, Atelierhäusern, Schiffseignern, Tanzschulen usw. nach und erkundigt euch nach Freundschaftspreisen und Sozialtarifen. Im Sommer kommen auch Terrassen und Gärten in Betracht, da muss allerdings das Wetter mitspielen.
Ihr könnt euch auch mit anderen Veranstaltern zusammentun. Findet demnächst ein Festival, eine Projektwoche oder eine Messe statt? Möglicherweise finden sich Zeit und Platz im Rahmenprogramm und bei der dafür zur Verfügung stehenden Fläche.
Weniger lohnend sind Anträge auf Sondernutzung von öffentlichen Flächen, weil diese meist nur mit einigen Auflagen sowie Mindestgebühren gestattet werden. Aber vielleicht gibt es auch über die Stadt Möglichkeiten, beispielsweise bei der Einweihung eines neu gestalteten Parks – Stadtteilbeiräte wissen vielleicht weiter.
Das “Klinkenputzen” lohnt sich aber auf jeden Fall, da desto mehr Leute kommen, je angesagter die Location ist. Es werden vor allem die Leute kommen, die der Ort im normalen Betrieb anspricht (Jugendzentrum, Kirche, hippes Szenecafé….).

Präsentation der Kleidung

Zu empfehlen sind Kleiderstangen, da vieles aufgehängt schöner aussieht. Tische gehen auch – hier muss man aber erfahrungsgemäß häufiger ordnen und falten, da sie schnell zum Wühltisch werden.

Praktisch ist es, wenn die Kleidung in Kategorien sortiert wird, die durch (Papp-)Schilder auf Augenhöhe erkenntlich gemacht werden. Beispiele für Kategorien sind:

  • Jacken / Mäntel
  • T-Shirts & Tops
  • Pullover & Longsleeves
  • Hosen & Röcke
  • Schuhe
  • Accessoires
  • Kinder
  • Männer (viele Veranstalterteams geben keine Trennung nach Geschlechtern vor – viele Schnitte, insbesondere Basics, passen Menschen mit unterschiedlichsten persönlichen Stilen)
  • Wäsche (finden manche Veranstalterteams okay und manche unappetitlich – ein Kompromiss wäre, hiervon nur neue Teile anzunehmen)

Selbstverständlich könnt ihr euch auch für weitere Kategorien entscheiden, wie z. B. Spielsachen, Bücher oder Filme.

Achtet darauf, dass man die Schilder auch aus mehr als einem Meter Abstand erkennen kann. So spart ihr euch Nachfragen der Gäste, welche auf den Aushängen schon beantwortet werden – besonders bei mehreren Dutzend Gästen ist das eine große Erleichterung.

Geheimtipp:

Bügel gibt es häufig bei großen Kaufhäusern auf Anfrage geschenkt. Einfach bei der Telefonzentrale anrufen und freundlich fragen lohnt sich. Manches geeignete Möbelstück findet sich auch im eigenen Privatbestand oder in dem von Freunden, Bekannten und Verwandten.

Umkleiden und Spiegel

Bietet Spiegel und Umkleiden an, damit eure Gäste vor Ort feststellen können, ob ihnen die ertauschten Teile gut stehen und passen. Falls ihr auf Umkleiden verzichtet (oder es zu wenige gibt), kann es passieren, dass sich die Gäste einfach eine Ecke suchen und sich da umziehen.

Tipp für Tauschpartygäste: Zieh dir vor dem Besuch der Party untendrunter körpernahe Kleidung an, z. B. Leggins und ein Longsleeve-Shirt. Dann kannst du zum Anprobieren einfach die ertauschten Teile drüberziehen.

Erwartet ihr nur wenige Tauschgäste, dann reichen auch WC-Kabinen als Umkleiden aus. Sobald es mehr als etwa 12 Gäste pro vorhandener Kabine werden, sollte es eine andere Lösung geben. Hat die Location separate Räume, die sich per Aushang zur Umkleide erklären lassen? Fenster lassen sich mit Vorhängen, Stoffbahnen oder Planen abhängen.
Gruppenumkleiden werden von Gästen angenommen und sind genauso beliebt wie Einzelumkleiden. Sie lassen sich gut bauen aus Paravents, Stellwänden, Stangen und/oder auf Kopfhöhe gespannten Seilen, an welche Stoffbahnen, Vorhänge, Planen, Bettlaken o. Ä. gehängt werden. Bei ausreichend Deckenhöhe kann man auch Gartenpavillions oder Zelte aufstellen.

Geheimtipp:

Spiegel für die Umkleiden bekommt man bei eBay Kleinanzeigen häufig geschenkt.

Werbung

Damit möglichst viele Leute von eurer Kleidertauschparty erfahren, solltet ihr am besten ein Facebook-Event erstellen. Schreibt uns gerne auf Facebook, Instagram oder per Mail, damit wir euer Event bewerben können. Ihr findest uns in den sozialen Medien unter “Kleidertausch.de”. Da wir das Ganze ehrenamtlich machen, ist es komplett kostenlos für euch.

Es gibt auch verschiedene Veranstaltungsverzeichnisse und -Apps, in die ihr euch eintragen könnt. Außerdem ist es empfehlenswert, die Zeitung vor Ort zu bitten, einen von euch vorgeschriebenen Text abzudrucken. Wenn ihr auch Plakate in der Stadt aufhängen oder Flyer auslegen wollt: Die meisten Geschäfte bevorzugen DinA4 bei Plakaten; Flyern sollten etwas größer als Visitenkartenformat sein, damit sie nicht untergehen.

Der Termin und die Tauschregeln (siehe unten) solltet ihr vor dem Start des Bewerbens festlegen und nur im Notfall noch verändern, da die Änderungen nicht mehr zuverlässig alle Interessenten erreichen werden.
Wenn ihr eure Kleidertauschparty wiederholt veranstaltest, könnt ihr euch auch ein Logo und einen Namen überlegen. Ihr könntet auch eine Facebook- oder Instagram-Seite einrichten – Seid euch aber bewusst, dass vor allem das langfristige Betreuen Arbeit bedeutet. Ihr könntet auch eine Mailingliste einrichten (für Terminankündigungen von euch und befreundeten Organisatoren) und auf euren Tauschevents eine Liste auslegen, auf der sich Interessierte mit ihrer Mailadresse eintragen können.

Logistik

Klärt vorher ab: Sind in der Location genug Kleiderstangen, Tische usw. vorhanden? Wenn nicht, wer kann sie euch ausleihen, wer holt sie ab und bringt sie zurück? Könnt ihr vielleicht sogar Material in der Zeit zwischen den Tauschpartys vor Ort lagern – Falls nicht: Wo könnt ihr es lagern und wie bekommt ihr es transportiert?

Eine weitere, nicht zu unterschätzende Frage: Was macht ihr mit übrig gebliebener Kleidung? (Davon gibt es oft sehr viel.) Ihr könntet sie (komplett oder zum Teil) als Grundstock für den nächsten Tausch aufheben – allerdings bringen die Gäste der nächsten Tauschparty ja auch wieder was mit und häufig steuern auch Helfer*innen und Bekannte etwas bei. Empfehlen würden wir euch deshalb, die übrig gebliebene Kleidung an soziale Projekte zu spenden, welche die Sachen vor Ort verwenden und sie nicht kommerziell nutzen oder exportieren. Gute Erfahrungen haben wir mit einigen Mitgliedern des Dachverband FairWertung gemacht (eine unvollständige Übersicht findest du auf https://www.fairwertung.de/standortsuche/index.html – Nachfragen lohnt sich). Schaut euch am besten vorher genau an, was mit den Spenden getan wird, da besonders das Thema Export problematisch ist.

Tauschregeln

Welche Menge an Kleidung darf mitgebracht werden? Darf man nur so viel wieder mitnehmen wie man mitgebracht hat und falls ja, wollt ihr das genau nachzählen oder vertraut ihr da einfach euren Gästen?

Eine Höchstzahl der Kleidung, die mitgebracht werden darf, ist empfehlenswert: 10 Teile ist ein gutes Limit – alles darüber hinaus animiert Gäste, defekte Teile mitzubringen.

Ebenfalls kann man einen Tauschmodus festlegen. Manche Organisatoren vergeben Punkte pro Kleidungsstück (1:1-Tausch), manchmal werden die Kleidungskategorien auch noch nach Wertigkeit eingeteilt (z. B. ist dann eine Jacke mehr wert als ein T-Shirt). Manche bestimmen, dass nur höherwertige Sachen (keine Basics oder günstige Marken) getauscht werden dürfen – und manche machen keinen Unterschied bei den Teilen und sehen die mitgebrachten und ertauschten Mengen (innerhalb des Limits) entspannt. Gebt die Regeln vorher bekannt, damit die Gäste sich darauf einstellen können. Hängt die Regeln am besten zusätzlich in Plakatgröße am Eingang auf.

Außerdem solltet ihr vorher klären, wie ihr damit umgeht, wenn kaputte Kleidung mitgebracht wird. Wir empfehlen, die mitgebrachten Sachen am Eingang nochmal von Helfer*innen sichten zu lassen und alles defekte auszusortieren – für eine Upcycling-Kiste, aus der sich interessierte Gäste bedienen können, für’s Textil-Recycling, oder damit Gäste, welche diese Teile mitgebracht haben, sie wieder mitnehmen.

Die Sachen am Eingang in Empfang zu nehmen ist übrigens auch notwendig, wenn ihr das Limit (s.o.) genau durchsetzen wollt oder falls ihr den Gästen den Gefallen tun wollt, die Sachen für sie in die Kategorien einzusortieren. Letzteres kann aber eine Menge Mühe und Lauferei bedeuten – hierfür ist es bei Tauschpartys mit vielen Gästen gut, wenn ihr genug Platz habt um die Möbel zu einer geschlossenen Form zu stellen – Kreis, Rechteck, U, o. Ä. – sodass sich die Helfer*innen zum Verteilen innerhalb dieser Form bewegen können, ohne durch die Gästemenge zu müssen.

Helfer*innen

Eine Kleidertauschparty durchzuführen ist eine Menge Arbeit! Also sucht euch am besten Unterstützung. Je nachdem, wie groß die Tauschbörse werden soll, sind 2-4 Leute für die Organisation und 5-10 Helfer am Veranstaltungstag ideal. Zum Planen, ob und wer bei der Tauschparty welche Schicht übernimmt, ist doodle.com empfehlenswert. Bewährt haben sich bis zu vier Stunden lange Schichten, welche sich zwecks Übergabe um ca. 10 Minuten überlappen. Auch ist es hilfreich, einen Rückzugsraum für Helfer*innen anzubieten, in dem sie kurz Pause machen sowie ihre eigenen Sachen unterbringen können. Wertsachen (egal ob mit realem oder nur sentimentalem Wert) sollten Zuhause gelassen werden.

Außerdem solltet ihr euch klären, wer was macht. Dabei könnt ihr euch zum Beispiel für die Aufgaben aufteilen:

  • ein Ansprechpartner am Eingang, der die Regeln kurz erklärt
  • zwei bis drei Personen, welche am Eingang die mitgebrachten Teile sichten und nicht mehr brauchbares aussortieren
  • jemand, der darauf achtet, dass die Kleidung auf den Tischen ordentlich aussieht und in den Umkleiden liegengelassene Sachen sowie runtergefallene Sachen zurück hängt
  • ggf. Betreuer für einen Infostand und eine Feedback-Wand am Ausgang, welche auch sicherstellen dass keine Bügel mitgenommen werden
  • falls ihr eine Warteschlange einrichtet: ein Türsteher am Kopf der Schlange, welcher regelt wie viele Gäste reingelassen werden
  • sowie Betreuer für alles optionale (Garderobe, Musik, Verkauf von Kuchen+Getränken)
  • Helfer*innen beim Auf- und Abbau

Eure Teammitglieder sollten sich auf jeden Fall vorher kennenlernen oder zumindest ein Erkennungszeichen tragen, damit sich keine dritten Personen als Helfer ausgeben und euch dazwischenfunken.

Feedback vor Ort sammeln

Feedback sammeln hat sich bewährt; So könnt ihr aus den Erfahrungen der Gäste lernen, was ihr gut gemacht habt und unbedingt wiederholen solltet – und was ihr verbessern könnt. Außerdem erscheint ihr damit zugänglicher und noch vertrauenswürdiger. Und es ist ein guter Blitzableiter für frustrierte Gäste – indem ihr Kritik vor Ort sammelt, verhindert ihr, dass sie auf Facebook geschrieben wird und schlimmstenfalls dort breitgetreten wird.
Legt Zettel und Stifte aus und stellt eine Box auf, in welche das Feedback anonym eingeworfen werden kann. Wenn es detaillierter (und ausgewogener) werden soll, könnt ihr die Zettel vordrucken mit euren Fragen, z. B.: “Was war gut? Was können wir besser machen? Falls Du eine Antwort willst: Wo können wir dich per Email erreichen?”
Ihr könnt auch eine Stellwand oder einen Flipchart aufstellen für kurzes, direktes Feedback. Stellt dort am besten einfach die Frage: “Wie hat es dir gefallen?”. Ihr könnt eine Skala von 1 bis 10 Punkten vorgeben oder Smileys aufmalen lassen. Auf der gleichen Wand wäre auch noch Platz für die Frage: “Wo hast du von unserer Kleidertauschparty gehört?” und den Antwortkategorien, wo ihr den Termin verbreitet habt (Facebook, Zeitung, Radio, Freunde…). So könnt ihr für das nächste Mal prüfen, was sich gelohnt hat.

Optional – Accessoires machen das Outfit

Musik

Super wäre es, wenn eine DJane oder ein DJ auflegen würde. Der wird euch auch sagen, welche Geräte er oder sie braucht – idealerweise hat eure Location das meiste davon schon vor Ort. Ansonsten spielt eine Playlist mit einer Soundanlage ab – auch kleine, tragbare Anlagen können genug Lautstärke für einen großen Raum bieten. Und: Kümmert euch im Voraus um die Anmeldung bei der Gema – das geht ganz einfach online.

Getränke und Kuchen

Eine sehr gute Möglichkeit, um Spenden für eure Finanzierung zu sammeln – und um Gästen die Zeit zu vertreiben während sie auf Nachschub warten. Bietet dazu Sitzgelegenheiten an, damit niemand den Kuchenteller auf den Knien balancieren muss. Wenn es vor Ort schon ein Café o. Ä. gibt, kann diese das evtl. auch übernehmen, um die Vermietung der Räume zu finanzieren.

Garderobe

Wenn ihr eine Garderobe anbieten möchtet, denkt an Garderobenmarken gegen Verwechslungen. Ihr solltet die Garderobe im Auge behalten und sie sollte so gebaut sein, dass sich niemand von außen Sachen greifen kann.

Infos und Kunst

Macht mit Plakaten, Flyern o. Ä. darauf aufmerksam, warum ihr überhaupt eine Kleidertauschparty organisiert habt. Vorlagen mit Fakten gibt es auf den Websites von Greenpeace und der Fashion Revolution Week. Kooperationen für Infostände sind z. B. mit Clean Clothes Campaign, INKOTA, Global Fashion Exchange oder Fashion Revolution Week möglich.
Außerdem könnt ihr Upcycling-Ideen ausstellen oder ein Repair-Café für Kleidung anbieten. Ihr könnt auch Farbe und Schablonen bereitstellen oder eine kleine Nähaktion anbieten, mit Hilfe derer die Gäste ihre T-Shirts oder Taschen aufpeppen können. Werdet kreativ! 🙂

Money Money Money – Wie finanziert man eine Kleidertauschparty?

Sammelt während der Veranstaltung Spenden oder erhebt einen Unkostenbeitrag. Auch für Kuchen und Getränken oder die bewachte Garderobe könnt ihr um Spenden bitten. Vielleicht findet ihr ja auch eine Förderung oder einen Sponsor? Idealerweise fallen kaum Kosten bei der Durchführung an (Es lohnt sich, eine kostenlose Location zu suchen).

Aufbau der Tische und Kleiderstangen

Macht euch bei großen Kleidertauschpartys auf jeden Fall einen Raumplan und hängt ihn an dem Tag auf, damit alle HelferInnen wissen, wo was hin muss.
Als Menge werden Menschen zu einem Schwarm, der ähnlich wie Wasser strömt. Darum beim Hinstellen der Möbel vermeiden, folgendes zu bilden:

  • Ecken (90°-Winkel zwischen zwei Möbeln): In diese passen nur wenig Leute rein, sodass sich dort der Strom staut
  • Inseln oder Reihen mit vielen Durchgängen: Hier kommen sich die Ströme entgegen, sodass sich die Menschen in die Quere kommen und jeweils nur langsam vorankommen
  • Ecken und Inseln führen dazu, dass es auf der Veranstaltung voller und gedrängter wirkt als es ist. Darum beim Planen und Durchführen vom Aufbau folgendes favorisieren:
  • lange, gerade Gänge, welche so breit sind, dass ca. 2 bis 3 Personen darin nebeneinander stehen können – so können auf jeder Seite Sachen angeschaut werden

Welche Probleme können auftauchen?

Sehr großer Andrang

Richtet eine Warteschlange ein; traut euch im Fall der Fälle auch, einen Einlass-Stop auszusprechen. Hilfreich ist auch, eine Anmeldung zur Gästeliste im Vorfeld über E-Mail, rsvpify.com / eventbrite.com o.Ä. zu erfordern. Die einfachste Maßnahme zur Kontrolle der Gästeanzahl ist jedoch, die Anzahl an Kleidungsstücken, welche Gäste mitbringen dürfen, zu begrenzen.

Helfer*innen bedienen sich selbst zu viel

Leider kann es vorkommen, dass Menschen Mithelfen mit Selbstbedienung verwechseln. Mach hierzu im Vorfeld klar: Wer mittauscht, für den gelten dieselben Regeln wie für Gäste, wobei letztere Vorrang haben. Wer mittauscht, sollte das privat machen (also nicht in euren erkennbaren Uniformen, falls ihr welche für die Helfer*innen habt) – und auf keinen Fall an der Annahme. Ausnahme könnte natürlich sein, dass sich jemand absolut unsterblich in ein Einzelstück verliebt hat – aber dann bitte umstehende Gäste um Zustimmung fragen, damit die sich nicht übergangen fühlen und sich mitfreuen können.

Es ist nicht jeder ein Freund von Ehrlichkeit

Überlegt euch vorher eine Strategie, wie ihr mit Gästen umgeht, die sich mehr nehmen als nach euren Tauschregeln erlaubt, die Sachen mitnehmen, die nicht zum Tauschen gedacht sind (beispielsweise Deko, Tauschmöbel oder Einrichtungsgegenstände) oder die mit der Spendenkasse abhauen wollen. Oft reicht schon ein freundlicher, dezenter Hinweis, beispielsweise indem ihr Gästen das (scheinbare) Kompliment macht: “Oh, Du hast aber viel gefunden“. Mach dich emotional darauf gefasst, dass es Menschen gibt, die dreist ihren eigenen Vorteil suchen – gegenüber denen ist es okay, Konsequenzen zu ziehen. Aber keine Angst: in der Regel sind die Besucher solcher Veranstaltungen gewissenhaft und sehr nett.